Blick von der Volkshochschule zum Neufahrner Rathaus

Gesund durch die Sommerhitze: Tipps für Pflegebedürftige und deren Angehörige


Gerade bei älteren und vor allem bei pflegebedürftigen Menschen können bei hohen Temperaturen verstärkt gesundheitliche Probleme auftreten. Denn Hitze belastet das Herz-Kreislauf-System stark. Auch Menschen mit Lungen-, Nieren-, oder psychischen Erkrankungen sind besonders anfällig für Hitze. Außerdem können ein vermindertes Durstgefühl, Schluckbeschwerden oder eine dementielle Erkrankung dazu führen, dass betroffene Personen nicht ausreichend trinken.

Zusätzlich können sich Medikamente auf das Durstgefühl, das Trinkverhalten und den körpereigenen Wasserhaushalt auswirken. Weitere Risikofaktoren können zum Beispiel Bettlägerigkeit, chronische Erkrankungen wie Diabetes, verminderte Ausdrucksfähigkeit und Medikamente wie Antidepressiva, Schlaf- und Beruhigungsmittel, bestimmte Psychopharmaka oder auch Anti-Parkinson-Medikamente sein. Viele Medikamente müssen zudem relativ kühl gelagert werden. Hinweise dazu finden sich in der Packungsbeilage.

 

Typische Warnzeichen einer Hitzebelastung können sein: Erschöpfungsgefühl, Starke Blässe/Röte, Kopf- oder Muskelschmerzen, steifer Nacken, Übelkeit/Schwindel/Erbrechen, erhöhte Körpertemperatur

Kurzatmigkeit, Unruhe, Aufmerksamkeitsstörungen (Verständnisschwierigkeiten, verlangsamte Reflexe, Verwirrtheit), Übermäßiges Schwitzen/überhaupt kein Schweiß. Kontaktieren Sie bei gesundheitlichen Problemen zeitnah die Hausärztin oder den Hausarzt. Rufen Sie außerhalb der Sprechzeiten die Nummer 116 117 an, um bei Bedarf Rat einzuholen. Verständigen Sie in lebensbedrohlichen Notfällen sofort den Rettungsdienst unter der Nummer 112.

Vorbeugen

Pflegende Angehörige bzw. pflegebedürftige Personen können vorbeugen, indem sie sich über bevorstehende Hitzewellen informieren und z. B. die Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes verfolgen. Ratsam ist es auch, mit den behandelnden Ärzten zu sprechen, wenn die pflegebedürftige Person insbesondere Blutdrucksenker oder entwässernde Medikamente einnimmt. Bei Aufenthalten im Freien sind eine Kopfbedeckung, ausreichender Sonnenschutz sowie Sonnenschutzmittel hilfreich.

„Erinnern Sie regelmäßig daran ausreichend zu trinken“, rät Daniel Schiller-Schützsack vom Pflegestützpunkt Freising. „Sorgen Sie deshalb für einen Vorrat an Getränken, am besten Wasser, ungesüßter Tee und Saftschorlen. Daneben enthalten auch einige Nahrungsmittel wie Gurken, Tomaten und Melonen viel Flüssigkeit. Kühlen Sie Ihre Wohn- und Schlafräume vor allem in den kühleren Morgen- und Abendstunden durch Lüften und dunkeln Sie die Räume tagsüber ab.“ Zur Kühlung des Körpers sind feuchte Tücher, Wassersprays, lauwarme Duschen, ein mäßig kalter Waschlappen auf Stirn, Nacken und Waden sowie Arm- und Fußbäder bewährte Mittel. Weitere Tipps: „Kleiden Sie sich luftig und verwenden Sie leichte Bettwäsche. Verwenden Sie bei bettlägerigen Personen ein Laken als Zudecke und so wenig Kissen und Positionierungshilfen wie möglich. Bleiben Sie in Kontakt mit Ihrem Umfeld und bringen Sie etwaige Probleme frühzeitig zur Sprache.“

Weiterführende Informationen zum Thema Pflegebedürftigkeit und Hitze finden Sie unter folgenden Links im Internet:

 

Außerdem steht der Pflegestützpunkt des Landkreises Freising für Fragen zum Thema Hitzeschutz und Pflegebedürftigkeit sowie allgemein zu Fragen im Vor- und Umfeld zur Pflegebedürftigkeit zur Verfügung. Die Beratung erfolgt durch qualifizierte Pflegeberaterinnen und Pflegeberater gem. §7a SGB XI und ist neutral und kostenfrei. Der Pflegestützpunkt ist montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und zusätzlich donnerstags von 14 bis 17 Uhr unter Telefon 08161/600-32320 bzw. per E-Mail unter pflegestuetzpunkt@kreis-fs.de.

(Quelle: LRA Freising)

 

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