Mintraching liegt nur ein paar Felder weit vom nord-östlichen Ortsrand Neufahrns entfernt.

Die Geschichte Mintrachings reicht weit zurück. In einer Urkunde aus den Jahren 762 - 764 erstmals schriftlich genannt, ist das Dorf die älteste Siedlung im südlichen Landkreis Freising diesseits der Isar. Bereits für das Jahr 800 wird in Mintraching eine Kirche bezeugt. Später gehörte Mintraching zum Landgericht Kranzberg und zum Amt "auf dem Gfild". Um 1180 war das Dorf Sitz eines Offiziums, d.h. einer Verwaltungsbehörde. Kirchlich war Mintraching der Pfarrei Eching zugehörig und wurde mit dieser 1354 dem Kloster Weihenstephan inkorporiert. 1463 wurde für Grüneck die Erlaubnis zur Errichtung einer Tafernwirtschaft erteilt. Grüneck war fortan ein verkehrsgeographischer Fixpunkt an der Straße zwischen München und Freising. Am Ende des Mittelalters war Mintraching ein stattliches Dorf in unserem Siedlungsraum. Über Jahrhunderte hinweg bis in die neueste Zeit wurde das Leben hier durch die Arbeit auf den  landwirtschaftlichen Anwesen geprägt. Neben der allseitigen Wetterabhängigkeit bedeuteten dabei die kargen Böden auf der Schotter-ebene und die bis Anfang des 20. Jahrhunderts regelmäßig wiederkehrenden Überschwemmungen durch die Isar zusätzliche Risiken einer harten Lebenswirk-lichkeit, häufiger Besitzwechsel bei den landwirtschaftlichen Anwesen ließ dort nur selten das Entstehen einer über Generationen stabilen Familiengeschichte zu. Im 30-jährigen Krieg hat das Dorf stark gelitten, 1632 wurde es von den Schweden fast völlig zerstört. 1750 wurde  die jetzige Kirche St. Margareth errichtet, die mit ihrer barocken Bauweise das Dorfbild bis heute prägt. Die Kirche gewährleistete nicht nur eine pastorale Grundversorgung, sondern hat über Jahrhunderte wesentlich dazu beigetragen, als Ort der religiösen Spiritualität heimatliche Identität zu stiften. Seit 1921 gehört Mintraching zu der damals neu geschaffenen Pfarrei Neufahrn. Im Zuge der Schaffung eigenständiger Gemeinden in Bayern wurde 1818 aus den Dörfern Mintraching und Neufahrn die Gemeinde Neufahrn gebildet. 1821 wurde Mintraching als eines von zwei Dörfern des Isarkreises als Modell zur Durchführung beispielhafter, später aber nicht durchgeführter Maßnahmen zur Dorfverschönerung ausgewählt. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Bestrebungen zur Auflösung der Gemeinde überwunden. Später (1876 - 1904) hat u.a. der aus Mintraching stammende Joseph Grimmer die Gemeinde fast drei Jahrzehnte als Bürgermeister geleitet. Ein Meilenstein in der Geschichte des Dorfes und seiner infrastrukturellen Entwicklung war der Bau  des 1914 eröffneten Schulhauses  als eigenständige Schule bis zum Schuljahr 1968/69. Seit den Umbaumaßnahmen in 2005 spielt sich im "Alten Schulhaus" ein Großteil des gemeinschaftlichen Lebens ab, es hat  für das Dorfleben besondere Bedeutung. Die Zeit nach dem 2. Weltkrieg markiert für Mintraching den Beginn einer neuen, durch ein rasantes Wachstum gekennzeichneten Epoche. Zunächst waren in dem kleinen Dorf mehr als 100 Heimatvertriebene aufzunehmen und zu integrieren. Ab Mitte der 60-er Jahre hat sich dann die Zahl der Einwohner wie auch der Häuser stetig stark erhöht. Die Einwohnerzahl von 1950 (470) hat sich  mehr als vervierfacht.  Heute wohnen in Mintraching knapp 2000 Einwohner, in der Erwerbsstruktur hat die Landwirtschaft stark an Bedeutung verloren, der Dienstleistungsbereich besitzt hier besonderes Gewicht. Ein lebendiges Vereinsleben ist die Grundlage für ein aktives Gemeinschaftsleben im Dorf. Zahlreiche gewerbliche Unternehmen haben sich im Dorfbereich angesiedelt, es überwiegen  Betriebe aus dem Handels- und Verkehrsbereich. Durch die Nähe zu München und dem Flughafen München ist Mintraching  wie die gesamte Region einem starken Siedlungsdruck ausgesetzt. 2013 feierte das Dorf mit vielen historisch ausgerichteten Veranstaltungen und der Herausgabe einer umfassenden Chronik sein 1250-jähriges Jubiläum.