Rutsche auf der Badeinsel im Mühlsee musste entfernt werden

aufgrund BGH-Urteil

Öffentliche Seen wie die Mühlseen in Neufahrn haben aufgrund eines BGH-Urteils mit verschärften Vorschriften zu kämpfen. Bei sogenannten Naturbädern ist die Kommune verpflichtet, eine Wasseraufsicht zu stellen und kann bei Badeunfällen haftbar gemacht werden. Für bloße Badestellen gelten diese strengen Vorgaben nicht. Den Kommunen wird empfohlen, die Naturseen mit „badeanstaltstypischen Merkmalen“ zurückzubauen und mögliche Gefahrenquellen wie Rutschen und Sprungtürme abzubauen.  

Leider musste auch die Gemeinde Neufahrn reagieren und die Rutsche auf der Badeinsel am Mühlsee entfernen. Am Donnerstag, den 06.06.2019 bauten Bauhofleiter Wolfgang Huber sowie die Bauhofmitarbeiter Thomas Reisacher, Johann Unger und Michael Beischl die Rutsche ab. Da diese auch unter Wasser verankert war, zog Bauhofgärtner Thomas Reisacher seine Taucherausrüstung an und löste die Schrauben unter der Insel. Die Badeinseln selbst können glücklicherweise im See verbleiben.  

Die Gemeinde Neufahrn weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das Baden auf eigene Gefahr erfolgt und wünscht allen Besuchern eine unfallfreie Badesaison.