Aus dem Landratsamt - Stand der Corona-Impfungen im Landkreis Freising

Was Wartende und Impflinge beachten sollten

27.801 Menschen haben durch das Impfzentrum des Landkreises Freising ihre Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten, 10.731 verfügen nach der zweiten Impfung bereits über den vollen Impfschutz (Stand 23. April 2021, 12 Uhr). Beträchtlich gewachsen sind außerdem die Impfzahlen der Hausärzte: 6.975 Menschen haben durch sie ihre erste Impfung, 68 ihre zweite Impfung bekommen.

Insgesamt liegt damit die Impfquote am 23. April 2021 für unseren Landkreis, bezogen auf die tatsächliche Gesamtbevölkerung von 179.937 Einwohnern und auf die Erstimpfungen, bei 19,3 Prozent. Damit hinkt der Landkreis Freising in seiner Impftätigkeit keineswegs anderen Regionen hinterher. „Der Landkreis Freising steht gut da“, sagt Landrat Helmut Petz. „Das Landratsamt hat seine Hausaufgaben gemacht.“ Zudem konnte das Impfzentrum die Zahlen kürzlich etwas nach oben anpassen, nachdem noch die Impfungen der mobilen Teams addiert wurden.

Hinweise für Wartende, Eingeladene und Geimpfte

Ein großes Problem ist derzeit allerdings die ausbleibende Rückmeldung von einigen Impfwilligen: Trotz einer Einladung durch das Registrierungsportal des Freistaates BayIMCO zur Corona-Impfung buchen täglich mehrere hundert Menschen keinen Termin. In Folge bleiben entsprechend viele Termine offen und die Impfzentrumsbetreiber müssen immer wieder aktiv an die Einladung erinnern und organisatorisch gegensteuern, damit eine volle Auslastung des Impfzentrums gewährleistet werden kann. Dies ist in der Vergangenheit stets gelungen, wird jedoch mit jeder weiteren Person, die eine Einladung erhält und keinen Termin bucht, schwieriger und aufwändiger. An dieser Stelle der Hinweis: Wenn jemandem ein Terminvorschlag nicht passen sollte, kann er im System einen neuen anfordern oder direkt einen bevorzugten Tag auswählen.

Zum anderen sollten sich bitte alle Impflinge, die bereits ihre Impfung beim Hausarzt erhalten haben, gegenüber Wartenden solidarisch zeigen und sich im System BayIMCO unter https://impfzentren.bayern/ selbst abmelden. Ihre Abmeldung kann nicht durch das Impfzentrum oder den Hausarzt erfolgen. Melden sich die Impflinge nicht ab, bleiben sie auf der Warteliste und werden vom System immer wieder zur Terminbuchung eingeladen.

Außerdem ein wichtiger Hinweis an alle Wartenden: Die Liste der Priorisierungsgruppen hat sich im Laufe der vergangenen Monate mehrfach verändert. Wer zum Beispiel vorher in Priorisierungsgruppe 3 war, ist nun möglicherweise in Priorisierungsgruppe 2. Gegebenenfalls muss der Impfwillige dies aber aktiv in seinem Account ändern, indem er bei den Priorisierungsvoraussetzungen entsprechende Häkchen setzt. Unter www.ein-stich.de/termine/ informiert das Landratsamt laufend über den aktuellen Stand der Priorisierung.

Auch sollten sich Personen, die bereits registriert sind und in die  Prioritätsgruppe 2 und auch 3 fallen, immer wieder im System (https://impfzentren.bayern/) anmelden und selbstständig nachsehen, ob ein Termin buchbar ist. Einladungen zur Corona-Impfung erfolgen im Übrigen nicht durch das Impfzentrum, sondern allein durch das System des Freistaates.

Darum wird noch in Priorisierungsgruppe 2 geimpft

Dass im Impfzentrum des Landkreises derzeit noch Personen der Priorisierungsgruppe 2 geimpft werden und nicht bereits die der Gruppe 3, hat seinen Grund darin, dass das Landratsamt sich besonders umsichtig verhalten hat: Es hat ältere, häufig weniger internetaffine Bevölkerungsgruppen mit einer besonderen Aktion davor geschützt, durch das digitale Anmeldesystem zu rutschen.

Alle hier lebenden über 80-Jährigen erhielten deshalb einen Brief mit einer Einladung zur Impfanmeldung, die in ihrem Fall nicht digital erfolgen musste, sondern postalisch erledigt werden konnte. Danach erhielt die Gruppe der 75- bis 80-Jährigen eine ebensolche Einladung. Auf diese Weise wurde ein sehr großer Anteil dieser Altersklasse und Priorisierungsgruppe erreicht und geimpft.

So erhielten von den über 80-Jährigen allein durch das Impfzentrum aktuell 7.377 Menschen ihre Erstimpfung und 6.510 ihre Zweitimpfung. Hinzu kommen noch durch die Hausärzte geimpfte Patienten. „Hätte es allein die digitale Möglichkeit zur Anmeldung gegeben, wären aus diesen Altersklassen sicherlich deutlich weniger Menschen geimpft worden“, sagt Impfzentrumsleiter Torsten Koch vom BRK.

Hohe Impfbereitschaft im Landkreis Freising

Auch hinsichtlich der Registrierung von Landkreisbürgern für eine Corona-Impfung ist der Landkreis weit vorne dabei. Derzeit sind noch etwa 50.000 Personen für eine Corona-Impfung im Anmeldeportal BayIMCO registriert, die sich auf verschiedene Prioritätsgruppen verteilen. Diese sehr hohe Impfbereitschaft führt allerdings auch dazu, dass in den einzelnen Priorisierungsgruppen prozentual gesehen mehr Personen angemeldet sind und abgearbeitet werden müssen.

Damit die Pandemie effektiv bekämpft werden kann, ist es jedoch wichtig, dass sich möglichst viele Menschen für die Corona-Impfung entscheiden. Wartende bittet das Landratsamt daher um Geduld.

Pandemiebekämpfer und Impfstofflieferungen

Das Landratsamt schätzt die Arbeit seiner Impfzentrums-Betreiber sehr. Seit nunmehr vier Monaten stemmen das BRK und die Johanniter ohne Pause diese Mammutaufgabe, zu der eine reibungslos funktionierende Verwaltung, die medizinische Versorgung und die menschliche Betreuung zählen. „Wir verimpfen alles, was wir bekommen“, fasst Koch die Lage zusammen. Gearbeitet wird im Impfzentrum entsprechend auch am Wochenende und häufig auch an Feiertagen.

Wie alle anderen Landkreise wird auch der Landkreis Freising wöchentlich nach einem Verteilerschlüssel gemäß der Einwohnerzahl mit Impfstoff beliefert. Ausnahmen sind oder waren grenznahe Landkreise mit einer besonders hohen Sieben-Tages-Inzidenz und Landkreise mit einem besonders hohen Altersdurchschnitt. Auch Sonderlieferungen mit AstraZeneca waren zeitweise möglich.

Nachdem der Landkreis Freising signalisiert hatte, weiteren Impfstoff unabhängig von der Zuteilung nach Bevölkerungsschlüssel anzunehmen, hat er kürzlich 550 zusätzliche AstraZeneca-Dosen erhalten. Diese werden in einer Sonderaktion für über 60-Jährige Landkreisbürger am 24. April verimpft.  Zusätzlich hat das Freisinger Impfzentrum bereits in Sonderaktionen BioNTech-Impfdosen, die sonst verfallen wären, aus anderen Impfzentren übernommen und gemeinsam mit Hausärzten verimpft.

Auch den Hausärzten dankt das Landratsamt für ihre tatkräftige Unterstützung bei der Pandemiebekämpfung. Die Arztpraxen wurden zum einen mit AstraZeneca- und BioNTech-Dosen des Impfzentrums beliefert, zusätzlich beziehen sie Impfstoffe über die Apotheken. Nochmals der Hinweis: Impflinge von Hausärzten mögen sich bitte dringend aus dem Onlineportal BayIMCO abmelden.

Aktuelle Informationen zur Corona-Impfung bietet das Landratsamt unter www.ein-stich.de .

(Quelle LRA Freising)