Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

in den letzten Wochen kam es vielerorts in Deutschland, auch in unserem Landkreis, wieder zu einem stetigen Anstieg der Corona-Neuinfektionen. So bewegen wir uns im Landkreis Freising derzeit bei einer 7-Tage Inzidenz von 142,67 pro 100.000 Einwohner (Stand 20.11.2020). Wir alle sind nun gefordert, unser Handeln und Verhalten entsprechend anzupassen. 

Ab Montag, dem 02.11.2020 gibt es im gesamten Bundesgebiet einen Teil-Lockdown mit der Zielsetzung, der zuletzt exponentiell gestiegenen Zahl der Corona-Neuinfektionen Herr zu werden, bevor eine Überlastung des  Gesundheitssystems eintritt ob der Anzahl von Behandlungsbedürftigen. Die genauen Regelungen für Bayern können der Achten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung entnommen werden.

Im gesamten Landkreis Freising besteht weiterhin per Allgemeinverfügung des Landratsamtes eine allgemeine Maskenpflicht in designierten öffentlichen Bereichen. In Neufahrn betrifft dies aktuell: die Ladenzeile Echinger Straße zwischen Kreuzung Am Hart und Kreuzung Ährenweg, Marktplatz, Bahnhofstraße im Bereich um den sogenannten Bahnhofsvorplatz nördlich der Kreuzung mit der Straße Vogelweide bis zu den Bahnanlagen und dem angrenzenden Park & Ride-Parkplatz. Von 22 – 6 Uhr ist dort auch der Konsum von Alkohol untersagt. Natürlich gilt weiterhin allgemein das Abstandsgebot von mindestens 1,5 m. Die Allgemeinverfügung des Landratsamtes Freising ist vorerst bis zum Ablauf des 30. November 2020 befristet. Ich bitte unsere Bürger*innen dies zur Kenntnis zu nehmen, auch wenn sich dem einen oder anderen die Sinnhaftigkeit der Einzelverordnungen nicht immer ganz erschließen sollte. Versuchen wir trotzdem, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren und tragen unser Möglichstes bei, dem Corona-Virus die Stirn zu bieten.

Ich unterstütze die Entscheidung des Landratsamtes voll, trotz Erreichen der Stufe 3 aufgrund der 7-Tage Inzidenz über 50 erstmal am Präsenzunterricht für alle Schüler im Landkreis festzuhalten. Auch für Kindergärten, Kinderkrippen und Horte bleibt vorerst alles wie bisher. Die Erfahrungen der letzten Monate haben gezeigt, wie elementar gerade die soziale Komponente des täglichen Schul- und Kindergartenbesuchs für unsere jungen Mitbürger ist. Ich hoffe, dass wir ihnen auch über die nächsten Monate hinweg dieses Stück an Normalität erhalten können.

Es ist wichtig, dass wir dem momentanen Infektionsgeschehen mit Empathie und Entschlossenheit entgegentreten. Eine zweite Welle, so ist sich die Wissenschaft einig, können und müssen wir jetzt brechen, bevor die Situation aus dem Ruder läuft. Wir sind gefordert, diszipliniert zu handeln in unserem täglichen Leben, auch wenn es nicht immer leichtfällt und manch einer sich vielleicht ob der Fülle der Regelungen und Verordnungen überfordert fühlt.

Wir alle sehnen uns zurück nach den Zeiten, an denen wir unbeschwert am öffentlichen Leben teilnehmen und ohne Einschränkungen mit Familie und Freunde feiern konnten. Ich bin zuversichtlich, dass dies in der Zukunft wieder möglich sein wird.

 

Bleiben Sie gesund!

 

Ihr

 

Franz Heilmeier

1. Bürgermeister

 

 

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